Experteninterview
Wie H&M KI und Daten für wirkungsvollere Audiokreation verbindet
H&M testet erstmals eine vollständig KI-generierte Audiokreation und überprüft ihre Wirkung mit dem Audio.Analyzer im direkten Vergleich zum Vorjahres-Spot. Das Ergebnis: Die neue Kreation überzeugt vor allem bei Aufmerksamkeit, Sympathie, Emotionalität und Aktivierung.
Welche Rolle spielt Audio für H&M, wenn es darum geht, saisonale Verkaufsanlässe kommunikativ zu unterstützen und Kundinnen gezielt zu aktivieren?
Audio ist für uns ein relevanter Baustein im Kampagnenmix bei saisonalen Anlässen wie dem Sommer-Sale. Es ermöglicht uns, eine breite Zielgruppe anzusprechen und schnell Aufmerksamkeit für ein konkretes Angebot zu schaffen.
Entscheidend ist dabei die Verbindung aus klarer Botschaft, emotionaler Ansprache und einem direkten Aktivierungsimpuls. Audio kann genau diese drei Ebenen wirkungsvoll zusammenbringen.
Was war der Auslöser, bei der aktuellen Kampagne erstmals auf eine vollständig KI-erzeugte Audiokreation zu setzen?
Wir wollten prüfen, ob eine vollständig KI-basierte Audiokreation nicht nur effizient produziert werden kann, sondern auch emotional überzeugt und das genau so wie ein nicht mit KI produzierter Spot.
Der enge Bezug zur erfolgreichen Vorjahreskreation war deshalb bewusst gewählt. So konnten wir die neue Umsetzung unter möglichst vergleichbaren Bedingungen bewerten. Im Mittelpunkt stand für uns nicht die Technologie an sich, sondern die Qualität des Ergebnisses.
Der Einsatz von KI ist für uns dann überzeugend, wenn technologische Möglichkeiten in eine qualitativ starke und markengerechte Kommunikation übersetzt werden.
Welche Fragen wollten Sie mithilfe des Audio.Analyzers beantworten, bevor der neue Spot in die Kampagne ging?
Für uns war wichtig zu verstehen, wie der KI-Spot tatsächlich bei den Hörer:innen ankommt. Erzeugt er Aufmerksamkeit? Ist die Botschaft klar und glaubwürdig? Wird die Stimme positiv wahrgenommen? Und passt die Kreation zu H&M? All das auch im Vergleich zu unserem Vorjahres-Spot.
"Das Tool Audio.Analyzer hat uns diese Fragen systematisch beantwortet und den Spot direkt mit der Vorjahreskreation verglichen. Damit wurde er zu einem wichtigen Instrument der Qualitätssicherung und ermöglichte es uns, den innovativen KI-Kreationsansatz fundiert zu bewerten."
Die Analyse zeigt, dass der KI-Spot insbesondere bei Aufmerksamkeit, Sympathie und Emotionalität stärker abschneidet. Welches Ergebnis hat Sie persönlich am meisten überrascht?
Besonders relevant war für uns, herauszufinden wie die KI-generierte Stimme im Test abschneidet. Gewünscht war, dass sie innerhalb weniger Sekunden Nähe, Dynamik und Sympathie vermitteln kann. Dass die KI-Kreation hier nicht nur mithalten, sondern in zentralen emotionalen Dimensionen stärker abschneiden konnte als der Vorjahres-Spot, war ein sehr spannendes Ergebnis. Gleichzeitig blieb die Informationsvermittlung auf einem hohen Niveau: Die Botschaft wurde weiterhin klar, glaubwürdig und verständlich wahrgenommen.
Auch die stärkere Aktivierung ist für uns ein wichtiger Befund. Der neue Spot weckt mehr Interesse und setzt eher Impulse, weitere Informationen zu suchen, die Website zu besuchen oder im Sale zu kaufen.
Was nehmen Sie aus dem Projekt für den zukünftigen Einsatz von KI und datenbasierter Kreationsoptimierung in der Audiowerbung mit?
Der Case zeigt, dass KI und datenbasierte Analyse sinnvoll ineinandergreifen können. KI eröffnet neue Möglichkeiten in der Produktion, während der Audio.Analyzer die Wirkung objektiv einordnet. Für uns bleibt entscheidend, technologische Innovation konsequent an Markenfit, Zielgruppenrelevanz und kommunikativer Qualität zu messen. KI ist kein Selbstzweck, sondern dann relevant, wenn sie nachweislich zu einem besseren Ergebnis beiträgt. Denn zukunftsfähige Audiokreation entsteht für uns dort, wo technologische Innovation, kreative Qualität und klare Markenführung zusammenkommen.
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Kirsten Schade
Director Marketing & Communications