RMS Spotguide

Tipps für wirksame Audiospots

Was Audiowerbung wirklich wirksam macht: Der RMS Spotguide 2026 zeigt auf Basis von rund 600 getesteten Spots, wie Kreation, Markenführung und Audio Assets die Werbewirkung messbar steigern und warum Audio Assets dabei die stärksten Hebel sind.

Inhalt

Wie sollte ein erfolgreicher Audiospot klingen?

Kurz gesagt: Der Mix macht’s! Es geht um das optimale Zusammenspiel verschiedener Formate und Stilmittel, die zur Zielgruppe und Marke passen und nicht um individuelle Vorlieben.

Rund 47 Prozent der Werbewirkung lassen sich durch die kreative Umsetzung der Werbebotschaft erklären – noch vor Media KPIs wie Reichweite, Markengröße oder Targeting.** Ein Argument für einen sorgfältigen Blick auf die kreative Aufbereitung des Kampagnenziels!

 

Der RMS Spotguide setzt die wichtigsten drei Faktoren für die Qualität eines Audiospots ins Verhältnis:

    • unaided Recall (Spot-/Markenwahrnehmung generieren)
    • Attraction (Relevanz erzeugen)
    • Activation (Handlungsimpulse auslösen)

Mit dem RMS Audio.Analyzer werden Spots kontinuierlich getestet und systematisch ausgewertet. Dabei zeigt sich zunehmend ein zentraler Hebel für wirksame Audiowerbung: der gezielte Einsatz von Audio Assets – also wiedererkennbare Markenelemente wie Klänge, Stimmen oder Musik.

 

**Quelle: https://www.westwoodone.com/blog/2022/07/25/audio-creative-best-practices-say-the-brand-name-early-and-often-dont-get-caught-up-on-spot-length-and-utilize-the-power-of-am-fm-radio-and-podcast-personalities/

Audio Assets: Der unterschätzte Erfolgsfaktor für wirksame Audiospots

Die Wirkung von Audiospots wird erhöht, wenn wiedererkennbare akustische Markenelemente eingesetzt werden. Sogenannte Audio Assets wie Sonic Logos, Markenstimmen oder Jingles sorgen dafür, dass wir Marken schneller erkennen und besser erinnern können.

 

Was die Daten aus ca. 600 getesteten Audiospots und mehr als 100.000 Interviews belegen:

    • Spots mit Audio Assets sind deutlich effektiver (+22 Prozent höhere Effekt-Wahrscheinlichkeit)
    • mehrere Assets verstärken die Wirkung deutlich
    • dennoch nutzen 45 Prozent der Spots keine Audio Assets
Zitatkachel mit Text und Bild von Philipp Schulte RMS

Die 6 wichtigsten Audio Assets für starke Marken

Audio Assets sind wiedererkennbare akustische Markenelemente, die die Markenwahrnehmung nachhaltig stärken. Der RMS Spotguide unterscheidet sechs zentrale Audio Assets, die nicht nur in Audiospots eingesetzt werden können, sondern ebenfalls in sämtlichen audio-visuellen Medien im Kampagnenmix:

    • Brand Claim – Prägnante Markenbotschaft oder gesprochener Slogan
    • Jingle – Gesungene oder musikalisch vertonte Version einer Markenbotschaft
    • Sonic Logo – Unverwechselbares akustisches Markensignal
    • Brand Music – Marke wird über komponierte oder kuratierte Musik transportiert
    • Brand Voice – Unverwechselbare Sprecherstimme, die regelmäßig für eine Marke eingesetzt wird
    • Brand Sounds – Charakteristischer Produkt- oder Markenklang, der direkt mit der Marke oder dem Produkt assoziiert wird

Das Ergebnis: sieben Tipps für gelungene Spotkreation

Der aktuelle RMS Spotguide basiert auf einer umfassenden Analyse von ca. 600 Audiospots und über 100.000 Einzelmeinungen und zeigt, welche Faktoren die Wirkung maßgeblich beeinflussen – von der Kreation bis zum Einsatz von Audio Assets.

Audio Assets sorgen für Unverwechselbarkeit

Nutze Brand Claims, Jingles, Sonic Logos, Brand Music, Brand Voice oder Brand Sounds. Sie bieten eine eindeutige Marken-Identifikation und bringen Marken und Unternehmen ins Bewusstsein der Hörer:innen. Idealerweise konsistent über mehrere Kampagnen und Mediakanäle hinweg einsetzen.

 

Branding so früh wie möglich und wiederholt einsetzen

Die Markennennung sollte frühzeitig, am besten im ersten Viertel des Spots, platziert werden - auf jeden Fall in der ersten Spothälfte. Zudem steigt ab dreimaliger Nennung der Marke die Wahrscheinlichkeit, überdurchschnittliche Werte in der Spot Performance zu erzielen. Ergänze also möglichst früh ein Audio Asset im Spot.

Storytelling ist ein gutes Stilelement

Wir alle mögen gute Geschichten. Storytelling ist deshalb ein gutes Stilmittel, um zu unterhalten und zu informieren. Lebendige Botschaften und kreative Geschichten unterstützen den Recall enorm. Aber: Passt die Story nicht zur Produkt- und Markenwelt, erinnern sich die Hörer:innen zwar an die Geschichte, nicht aber an das Produkt.

Wer sich Zeit für die Geschichte nimmt, bekommt mehr Aufmerksamkeit

Die besten Spots erzeugen Bilder im Kopf. Doch Bilder brauchen Zeit. Hier gilt: Das Ohr sollte die Spotlänge bestimmen, nicht die Stoppuhr! Je länger ein Spot, desto mehr Aufmerksamkeit wird ihm geschenkt. Ab 25 Sekunden generieren Audiospots höhere Werte in der Spot Performance.

Emotionen sind Trumpf

Wer seine Hörer:innen berührt, erreicht meist mehr Aufmerksamkeit und inhaltliche Wirkung als mit trockener Sachlichkeit. Insbesondere positive Emotionen erzeugen grundsätzlich mehr Aufmerksamkeit.

Musik berührt

Musik unterstützt die emotionale Ansprache – sekundenschnell und ohne Worte. Sie lenkt die Aufmerksamkeit auf Marke und Produkt und lädt diese positiv auf, vorausgesetzt, sie lenkt nicht von den Inhalten des Spots ab. Eine sorgfältige Auswahl und Passung zur Marke sind dabei ein Muss!

Lautstärke: Leise Töne finden mehr Gehör

Wichtig ist eine richtig dosierte Lautstärke in der Ansprache. Eine normale, ruhige Tonalität ist bei Audio gern gehört. Es gilt immer noch: „Schrei mich nicht an“.

Wirksame Audiowerbung entsteht nicht durch Geschmack, sondern durch Prinzipien. Wer Kreation systematisch denkt und konsequent mit Audio Assets arbeitet, steigert die Wirkung seiner Kampagnen nachhaltig. Der RMS Spotguide zeigt, wie das funktioniert.

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Philipp Schulte

Head of Advertising & Market Research

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